Initiative funded by the Rural Development Program for Veneto 2014-2020
Office responsible for information: Ass. Valpolicella Wine Route
Managing Authority: Veneto Region - EAFRD and Forest Management Directorate
Geschichte

Das Weinanbaugebiet Valpolicella gilt seit jeher als fruchtbar, da es reich an Wasserläufen ist, welche die Landwirtschaft ertragreich machen und die Gründung von Ansiedlungen begünstigen. Seine Täler sind reich an Geschichte und zeigen eindeutige Hinweise auf die Anwesenheit des Menschen seit der Altsteinzeit. Die ältesten Funde wurden hauptsächlich in Höhlen, Grotten und Schutzorten unter Felsen entdeckt. Trotz der Vielgestaltigkeit des Gebiets wurde durch die Eroberung seitens der Römer eine einheitliche historische und kulturelle Identität geschaffen, deren Spuren heute noch in den Ausgrabungen einiger römischer Villen zu finden sind.

Im Mittelalter entstanden in diesem Gebiet die ersten Formen kommunaler Selbstverwaltung. Federico della Scala, Graf von Valpolicella, sorgte 1313 dafür, dass die Grenzen zwischen dem Tal, dessen Feudalherr er war, und den angrenzenden Gebieten von Verona genau festgelegt wurden wobei er das Geschlecht Della Scala überzeugte, ein Handels- und Verteidigungsabkommen zu unterzeichnen.

Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert wurden in den hügeligen Gebieten bedeutende Herrenhäuser gebaut, die durch Portiken und Loggien gekennzeichnet sind. In der heutigen Zeit, vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg, kam es durch die Abwanderung aus den landwirtschaftlich genutzten Gebieten und dem Gebirge zu einer Veränderung der Landschaft und zum allmählichen Aufgeben der bäuerlichen Betriebe; nur die abgelegeneren Gebiete haben sie ihr ursprüngliches Aussehen bewahrt.

Der Übergang zu modernen Anbauverfahren hat stattgefunden, ohne die Merkmale der traditionellen Landwirtschaft vollständig zu beseitigen. So wurden beispielsweise die Terrassen mit Trockenmauern, die sog. „Marogne“, erhalten, und an einigen Stellen bleiben auch Bäume entlang der Rebzeilen stehen, als Zeugnis dafür, dass sie als lebende Stützpfeiler dienten. Auf dem gesamten Gebiet gibt es außerdem noch Steinbecken, in denen der Grünspan vorbereitet wurde, und einige kleine, ebenfalls aus Naturstein erbaute Häuser, die zur Aufbewahrung der Werkzeuge dienten. An einigen Stellen, weiter flussaufwärts, befinden sich auch noch einige Eishäuser.

HERKUNFT DES NAMENS

Die Herkunft des Namens Valpolicella ist umstritten.
In einem Erlass von Kaiser Friedrich Barbarossa aus dem Jahr 1117 wird erstmals der Name „Val Polesela“ erwähnt, dessen Etymologie nicht gesichert ist. Angeblich lässt sich der Name auf das griechische Wort „polyzèlos“ zurückführen, was so viel wie „sehr gesegnet“ und damit „sehr gesegnetes Tal“ bedeutet, oder auf das lateinische Wort „pulcella“, das sich auf die Jungfrau im Wappen der Stadt San Pietro in Cariano bezieht.

Die Erklärung, die der Realität am nächsten kommt und den Anbautraditionen dieses Ortes am meisten entspricht, findet sich in dem lateinischen Ausdruck „Val-poli-cellae“ oder „Tal der vielen Kellereien“.

Initiative finanziert durch das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum der Region Venetien 2007 – 2013, Achse 4 - Leader
Informationsamt: Valpolicella-Weinstraße
Verwaltungsbehörde: Direktion für Pläne und Programme des Primärsektors der Region Venetien.