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Sant'Ambrogio di Valpolicella

STADTVERWALTUNG

Die Gemeinde Sant'Ambrogio di Valpolicella liegt an der Grenze zwischen Valpolicella und Valdadige. Sie umfasst die Ortsteile Domegliara, Gargagnago, Monte, Ponton und San Giorgio di Valpolicella. Zahlreiche römische Bestattungsfunde, Inschriften und Überreste von Wohnstätten wurden entdeckt. Ein Grabmonument aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. wurde 1984 in Borgo Aleardi gefunden und ist heute in Verona erhalten. Eine jüngere Entdeckung ist eine römische Domus in der Nähe der Pfarrkirche.

Die Gemeinde Sant'Ambrogio di Valpolicella liegt an der Grenze zwischen dem Valpolicella und dem Etschtal und umfasst die Ortteile Domegliara, Gargagnago, Monte, Ponton und San Giorgio di Valpolicella.

Hier wurden zahlreiche Gräber, Inschriften und Reste römischer Behausungen gefunden. 1984 wurde in Borgo Aleardi eine Grabbeigabe aus dem ersten Jahrhundert n. Chr. entdeckt, die heute im Nucleo Operativo di Verona della Soprintendenza Archeologica del Veneto (Operatives Zentrum Verona der Archäologischen Aufsichtsbehörde des Veneto) aufbewahrt wird. Neueren Datums ist die Entdeckung einer römischen Domus in der Nähe der Pfarrkirche.

Sant'Ambrogio ist eine Gemeinde, die für ihre Weine und hochwertigen Marmor bekannt ist.

Die Weinproduktion wird durch die besonderen klimatischen Bedingungen begünstigt und geht auf das 5. Jahrhundert v. Chr. zurück. Die zahlreichen Weinkellereien in der Region setzen diese tausendjährige Tradition fort und erzeugen Weine von höchster Qualität, die auf internationaler Ebene vertrieben werden.

Der Marmor von Sant'Ambrogio wird in die ganze Welt exportiert, wobei der berühmte rote Veroneser als wertvollster Marmor gilt. Bereits in der Römerzeit war das Gebiet für den Abbau und die Verarbeitung von Veroneser Kalkstein bekannt, der diesen Ort in ein bekanntes Industriezentrum verwandelte. Zeichen dieser Tradition sind beispielsweise die alten Steinbrüche (preà re) auf dem Grola-Hügel und im Ortsteil Coali in San Giorgio. Man nimmt auch an, dass das Steinmaterial für den Bau der Arena di Verona zum größten Teil aus Cavarena di Sotto in Gargagnago stammt. Viele andere Denkmäler im historischen Zentrum von Verona wurden aus Marmor von Sant'Ambrogio erbaut, wie zum Beispiel der Brunnen der Madonna Verona auf der Piazza delle Erbe.

Von 1961 bis 1992 beherbergte die Gemeinde die Weltausstellung Marmomacchine für Marmorverarbeitungsmaschinen, die nun auf das Messegelände von Verona verlegt wurde.

Auf dem Hauptplatz befindet sich das Rathaus mit seiner schönen Marmortreppe. Längs der Treppe stehen mehrere Statuen: Am Fuße der Treppe „wachen“ zwei Säulen tragende Löwen über den Platz, während sich in der Mitte ein Meißel aus rotem Veroneser Marmor befindet, ein Werk des Bildhauers Ante Marinovic. Das Rathaus besteht aus einem zentralen Gebäude mit zwei symmetrischen Seitenflügeln. Das Innere des Gebäudes ist im oberen Teil mit einem bemalten Fries verziert, in dem die Ortsteile und die wichtigsten Villen der Gegend dargestellt sind. Die zentrale Fassade zeigt die einzelnen Stationen der Marmorverarbeitung. Außerdem befindet sich auf einer der Außenfassaden ein sehr wertvolles Fresko aus dem 14. bis 15. Jahrhundert, das die stillende Madonna darstellt.

Villa Brenzoni Bassani ist seit 1960 im Besitz der Gemeinde Sant'Ambrogio und befindet sich innerhalb des Messegeländes. Der Gebäudekomplex hat vom 13. Jahrhundert an im Laufe der Zeit mehrere Umbauten erfahren. Das heutige Aussehen ist auf einen neoklassischen Umbau durch Chiarastella Brenzoni Volpini um 1805 zurückzuführen. Paolo Brenzoni, der Neffe von Chiarastella, hat durch sein Erbe die Gründung der Scuola d'Arte di Sant'Ambrogio (Kunstschule von Sant'Ambrogio) verfügt.

Villa Nichesola Mocenigo, die auf das 16. Jahrhundert zurückgeht, erfuhr im späten 16. Jahrhundert durch Fabio Nichesola, den Besitzer der Villa, eine radikale Umgestaltung. Das Fehlen eines nach oben aufstrebenden Körpers nimmt die Villa aus der Tradition der venezianischen Villen heraus. Nach Scipione Maffei war die Villa innen und außen mit Fresken von Paolo Farinati bedeckt, doch ist von der äußeren Dekoration nicht viel übrig geblieben. Gut erkennbar sind hingegen die Fresken, die die Innenräume der Villa schmücken.

Villa Serego Alighieri besteht aus einer Reihe von freistehenden Körpern, Pavillons, Innenhöfen und Loggien verschiedener Epochen und Stile. Pietro I., Sohn des Dichters Dante, kaufte bereits 1353 das erste Grundstück, das heutige Casal dei Ronchi. Die Räume des Hauptkomplexes sind vollständig mit Stuck, Wappen, Mosaiken und Fresken aus dem 18. Jahrhundert dekoriert, in denen Götterstatuen und Scheinarchitekturen dargestellt sind. Zu dem Gebäudekomplex gehört auch eine 1637 erbaute Kapelle, die der Jungfrau Maria gewidmet ist und in der sich eine „Madonna mit Kind“ befindet, die Liberale da Verona zugeschrieben wird.

Die kleine Kirche San Zeno in Poia, die äußerlich ihre ursprüngliche romanische Bauweise aus rosa Kalkstein bewahrt hat, steht auf dem Grola-Hügel. Der Innenraum der Kirche ist einschiffig mit einer halbkreisförmigen Apsis und bewahrt Reste mittelalterlicher Fresken, darunter den „Hl. Zenon“ und den „Hl. Georg zu Pferd“.

Hinter der Kirche von Gargagnago beginnt ein Fitnesspfad. Der mit Geräten ausgestattete Pfad – ideales Ziel für jene, die Fitness im Grünen betreiben wollen – führt ins Dorf San Giorgio di Valpolicella hinauf.

Das Dorf San Giorgio wurde im November 2015 in den „Club dei Borghi più Belli d'Italia“ (Club der schönsten Dörfer Italiens) aufgenommen. Es gilt als der Ort mit den meisten römischen Inschriften nicht nur im Valpolicella, sondern vielleicht in der gesamten Provinz Verona; viele davon werden in Museen und Privatsammlungen aufbewahrt, u. a. im Museo Maffeiano (Maffeiano-Museum) und im Museo Archeologico del Teatro Romano (Archäologisches Museum des Römischen Theaters) in Verona. Die antike Pfarrkirche von San Giorgio ist barbarisch-römischen Ursprungs und wurde wahrscheinlich in der Nähe eines heidnischen Tempels erbaut. Die Pfarrkirche ist dreischiffig, mit Apsiden an beiden kurzen Seiten. In der Kirche sind einige Gemälde von kunsthistorischem Wert enthalten, wie z. B. die „Auferstehung Christi“, die Palma il Giovane zugeschrieben wird, und das „Martyrium des heiligen Georg“ des Malers Lanceni. Der Glockenturm und der Kreuzgang gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Von besonderem Interesse sind die Kapitelle der Kreuzgangssäulen, die in verschiedenen Formen gearbeitet und mit tierischen und pflanzlichen Motiven verziert sind.

In der Nähe der Pfarrkirche befindet sich das „Museo Lapidario e Archeologico“ (Grabstein- und Archäologiemuseum): Es enthält Funde, die die Geschichte des Ortes vom Paläolithikum bis in die frühchristliche Zeit dokumentieren.

Die Steinzypresse ist ein den Einheimischen besonders lieb gewonnenes Denkmal. Sie wurde 1929 zum Gedenken an ein tragisches Ereignis errichtet, das 2 Jahre zuvor geschehen war: Am Abend des 6. Juni 1927 kam ein mit Steinen beladener Lastwagen mit 13 Steinmetzen in der Kurve der Fontana Vecia in San Giorgio ins Schleudern und stürzte einen Abhang hinunter, wobei 11 junge Männer zu Tode kamen. Die Steine auf dem Lastwagen wurden für den Bau des Denkmals verwendet.

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